19 Juli 2011

Plattform für Gehackte? (Dienstag, 19.07.2011)

Quelle: derStandard.at (derStandard- Link)

19. Juli 2011 09:15
anonplus
Anonymous kündigt eigenes soziales Netzwerk an

Nach Sperre mehrerer Accounts bei Google+ - Soll Zensur verhindern - noch kaum konkrete Details

Auch wenn "Anonymous" eigentlich nur als ein Label gedacht ist, unter dem sich unterschiedlichste HackerInnen zu Aktionen gegen Unternehmen und staatliche Organisation versammeln, so braucht es doch eine Art Sprachrohr, um mit der breiteren Öffentlichkeit in Kontakt zu treten. Neben einigen, eigenständigen Webseiten versucht man dabei auch die Vorteile von sozialen Netzwerken zu nutzen - dies aber mit wechselndem Erfolg, so werden der Gruppierung zugerechnete Accounts gerne mal von den Betreibern gelöscht.

Genau dieses scheint nun auch beim noch recht jungen Google+ passiert zu sein: Neben dem offiziellen Zugang von Anon News sollen auch andere Accounts von Anonymous-Mitgliedern gesperrt worden zu sein, wie man bei Anonymous beklagt. Dies zeitigt nun gleich mehrere Konsequenzen: Einerseits kündigt man Angriffe auf Google+ an, andererseits will man sich künftig aber auch unabhängig vom Goodwill diverser Plattformanbieter machen.

Wie es in einer kurzen Mitteilung heißt, soll mit anonplus ein eigenständiges soziales Netzwerk von Anonymous etabliert werden, dies mit dem Fokus auf Zensurfreiheit und Privatsphäre. Weitere Details will man derzeit noch nicht verraten, was angesichts dessen, dass offenbar gerade erst einmal die Entscheidung für die Entwicklung gefallen ist, nicht weiter verblüffen kann. Hinter dem Projekt steht eigentlich "Presstorm", ein Zusammenschluss von mit Anonymous sympathisierenden JournalistInnen und BloggerInnen.

Ob aus dem Netzwerk jenseits der jetzigen Ankündigung dann auch wirklich etwas wird, bleibt freilich abzuwarten. Immerhin ist es nicht gar so einfach ein funktionstüchtiges soziales Netzwerk aufzuziehen, wie auch andere ambitionierte Projekte wie etwa Diaspora schon erfahren mussten.

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03 Mai 2011

Bleskins Kolumne - Teil 2 (Dienstag, 03.05.2011)

Quelle: n-tv.de (n-tv.de- Link)

Dienstag, 03. Mai 2011
Zwischenruf
Osama Killing: Zurück in die Steinzeit

Von Manfred Bleskin

Spätestens bei der nächsten "gezielten Tötungsaktion" - von wem auch immer gegen wen auch immer - sind wir im Paläolithikum angekommen. Mit dem bedeutenden Unterschied, dass die Hightechwaffe den Faustkeil ersetzt hat. Und Interessierte müssen nicht mehr danebenstehen, wenn sie zugucken wollen. Heute gibt es Fernseher.

Der Einmarsch der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten in Afghanistan erfolgte mit dem Ziel, die Terrorgruppe Al-Kaida und damit das Hauptquartier des radikalislamischen Terrorismus' zu vernichten. Ein Tod Osama bin Ladens im Kampf um den Höhlenkomplex Tora Bora an der Jahreswende 2001/2002 wäre - formal - durch das Völkerrecht gedeckt gewesen, denn schon der Einsatz selbst ist ja völkerrechtlich umstritten.

Umstritten ist auch, unter welchen Umständen damals Osama bin Laden und Taliban-Anführer Mullah Omar samt Anhang und Kämpfern die Flucht vor den US-geführten Truppen gelang. Die sofortige physische Vernichtung bin Ladens jedenfalls hätte die fortdauernden Präsenz westlicher Truppen ihrer vorgeblichen Legitimation beraubt.

Die Kommandoaktion einer US-amerikanischen Spezialeinheit verletzt das Völkerrecht gleich zweifach: Einmal wegen des Eindringens in einen souveränen Staat. Die gezielten Meldungen, pakistanische Einheiten seien an der Operation von Abbottabad beteiligt gewesen, wurden von Präsident Asif Ali Zardari umgehend dementiert. Zum Zweiten verstößt eine Tötung ohne Gerichtsurteil nicht nur gegen internationales, sondern auch gegen US-Recht. Selbst Göring, Keitel & Co. wurden ihrer gerechten Strafe nach einem ordentlichen Gerichtsverfahren zugeführt. Abgesehen einmal von der moralischen Seite: Es mutet gespenstisch an, wenn Präsident Barack Obama und Außenministerin Hillary Clinton vor dem Fernsehapparat sitzen und die Aktion gegen einen Gebäudekomplex beobachten, in dem sie neben einem Kriegsverbrecher auch mehr als 20 Kinder wissen.

Nicht der Tod von bin Laden ist schlimm. Der Mordbube hat kein Mitleid verdient. Schlimm aber ist, dass an die Stelle des Völkerrechts wieder das Recht des stärkeren Volks tritt: die Steinzeitmentalität Obamas gegen den Steinzeitislam Osamas.
(M. Bleskin)

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13 April 2011

Depressionisten 2011 (Mittwoch, 13.04.2011)

Quelle: n-tv.de (n-tv- Link)

Mittwoch, 13. April 2011
Auf dem Weg an die Spitze
Depressionen kosten Milliarden

In wenigen Jahren schon wird die Depression in Industrieländern die meist diagnostizierte Krankheit sein. Von dem tiefen menschlichen Leid abgesehen, häuft sich auch ein großer volkswirtschaftlicher Schaden an. Vor allem, wenn die Erkrankung nicht richtig behandelt wird.

Depressionen verursachen nach Angaben von Forschern jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 22 Milliarden Euro. Das geht aus dem neuen Gesundheitsreport der Allianz Deutschland AG und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung hervor.

Allein 9 Milliarden Euro kosten demnach Menschen, die mit Depressionen weiterarbeiten anstatt sich behandeln zu lassen. Ein erkrankter Mitarbeiter leiste am Arbeitsplatz pro Tag eine halbe bis zu zwei Stunden weniger als ein gesunder Kollege, erklärte Christian Molt, Vorstandsmitglied der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG. 5,2 Milliarden Euro betragen laut Report die direkten Krankheitskosten. Hinzu komme die Erwerbs- und Arbeitsunfähigkeit. Die Gesamtsumme für die Volkswirtschaft belaufe sich auf 15,5 bis 22 Milliarden Euro.

Langfristig würde sich die Behandlung einer Depression - trotz des Fehlens des Arbeitnehmers - volkswirtschaftlich lohnen, sagte der Depressionsforscher Florian Holsboer. Der Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Psychiatrie sprach sich für eine personalisierte Medizin aus: Jede Depression müsse als eigene Krankheit mit einer eigenen Therapie behandelt werden.

Holsboer verwies darauf, dass die Krankheit nicht neu sei: Die Depression sei vielmehr ein Phänomen, das schon in der Bibel beschrieben werde. "Noch nie hat eine Generation so wenig gearbeitet wie die jetzige", sagte Holsboer. Allerdings sei die kleinere Gruppe derer, die immer mehr und länger arbeiten, einem größeren Risiko ausgesetzt. Die Depression sei Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung, heißt es in dem Report. Jedes Jahr treiben Depressionen laut Holsboer etwa 14.000 Menschen - Dunkelziffer eingeschlossen - in den Suizid.

Im Jahr 2030 wird die Depression laut einer Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den Industrienationen von allen Krankheiten am häufigsten diagnostiziert und damit die Herz-Kreislauf-Erkrankungen an der Spitze ablösen. Vor diesem Hintergrund wies Holsboer auf den Mangel an Psychiatern hin: "Immer noch wird die Depression viel zu oft nicht oder zu spät erkannt und somit nicht oder zu spät behandelt."

dpa

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12 August 2010

Stress- Symptome bei Kindern - die Zweite (Donnerstag, 12.08.2010)

Quelle: n-tv.de (n-tv- Link)

Donnerstag, 12. August 2010
Verhaltensstörungen nehmen zu
Jedes vierte Kind wird krank

Zwischen Klavierstunde, Chinesischunterricht und Hausaufgaben: Viele Eltern setzen ihren Nachwuchs unter Druck. Doch die Kleinen leiden: Sie bekommen Kopfschmerzen, werden unruhig, ängstlich oder aggressiv. Jedes vierte Kind in Deutschland ist einer Studie zufolge psychisch auffällig - Tendenz steigend.

Hoher Leistungsdruck führt bei Kindern und Jugendlichen zunehmend zu psychosomatischen und psychischen Problemen. Rund ein Viertel der bis zu 18-Jährigen in Deutschland leiden nach einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) etwa an Kopf- und Bauchschmerzen, Unruhe, Depression oder Ängsten. In den 90er Jahren lag der Anteil noch bei etwa 20 Prozent, wie der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Michael Schulte-Markwort sagte. Er bestätigte damit einen Bericht des "Hamburger Abendblatts".

"Kinder sind heute unglaublich diszipliniert und leistungsbereit", betonte Schulte-Markwort. "Im Prinzip ist das ja etwas Gutes - aber nicht, wenn sie nicht mehr merken, dass sie sich überfordern, oder wenn ihre Eltern überhöhte Anforderungen stellen." Die schulische Belastung könne auch bei Jugendlichen schon ein Burnout-Syndrom ("burn out" = ausbrennen) zur Folge haben. Er sei inzwischen "mutiger" geworden und verwende diesen Begriff schon für Betroffene im Kindes- und Jugendalter. "Aber das muss wissenschaftlich noch diskutiert werden."

Erschreckend an der Studie sei vor allem die hohe Zahl von Kindergarten- und Grundschulkindern mit sogenannten somatoformen Problemen wie etwa Kopf- und Bauchschmerzen, sagte Schulte-Markwort. "Das hat deutlich zugenommen." An Kopfschmerzen litten bereits vier Prozent der Erstklässler, in der vierten Klasse seien es zehn Prozent der Schüler. "Das sind relevante Zahlen." Außerdem hätten die Kinder regelmäßig Kopfweh - es handele sich nicht um Einmal-Phänomene.

Ein großes Problem dabei: Diese Beschwerden sind häufig die "Eingangssymptomatik" für psychische Auffälligkeiten. "Wenn man das nicht behandelt, bilden sich psychische Symptome oder Störungen aus", sagte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik.

Ursachen für die zunehmenden psychosomatischen und psychischen Probleme seien Reizüberflutungen und hohe Anforderungen an Kinder - vor allem in den weiterführenden Schulen. "Das ist Ausdruck der veränderten Umweltbedingungen, unter denen Kinder heute groß werden." Eltern, Ärzte und Erzieher seien bei solchen Symptomen aber auch aufmerksamer geworden, betonte der Wissenschaftler: "Früher wurde das eher bagatellisiert und für unwichtig erklärt."

Die UKE-Forscher um Schulte-Markwort und Prof. Ulrike Ravens- Sieberer haben für die Untersuchung mehrere bereits vorliegende Studien ausgewertet - zwei UKE-Studien, zwei Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO und die umfangreiche Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS. Allein an der KiGGS-Studie haben mehr als 17.600 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

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22 Mai 2010

Erst Sanktionen, jetzt Waffenlieferungen? (Samtag, 22.05.2010)

Quelle: n-tv.de (n-tv- Link)

Samstag, 22. Mai 2010
Nach Iran-Sanktionen
Russland liefert S-300-Raketen

Abschuss einer S-300- Rakete
Die Sanktionen gegen den Iran wurden gerade erst verschärft. Prompt sorgen die USA dafür, dass Russland Flugabwehrraketen nach Teheran exportieren kann. Ausdruck einer neuen Partnerschaft, die US-Präsident Obama mit Russland aufbauen wolle, heißt es.

Wenige Tage nach der Einigung über neue Sanktionen gegen den Iran sollen die USA Russland zugestanden haben, Flugabwehrraketen nach Teheran zu exportieren. Die US-Regierung halte nicht mehr an einem Verbot russischer Waffenlieferungen in den Iran fest, berichtete die "New York Times". Der russische Staat und drei Einrichtungen des Landes dürfen demnach Kampftechnologie in den Iran verkaufen.

Die Entscheidung sei am Freitag gefallen, drei Tage, nachdem sich Moskau und Washington auf eine UN-Resolution gegen den Iran wegen dessen umstrittenen Atomprogramms verständigt haben. Die Zugeständnisse stünden aber nicht in direktem Zusammenhang mit der Einigung, hieß es aus dem Weißen Haus. Sie seien vielmehr Ausdruck der neuen Partnerschaft, die US-Präsident Barack Obama mit Russland aufbauen wolle.

Moskau kann dem Bericht zufolge nun den geplanten Verkauf von S-300-Raketen an den Iran abwickeln - ein Flugabwehrsystem, das auch gegen amerikanische oder israelische Bomber eingesetzt werden könnte. Bislang hatte Russland die Lieferung auf US-Druck hin auf Eis gelegt. Der Iran hatte deshalb kürzlich behauptet, ein eigenes Verteidigungssystem dieser Art bauen zu wollen.

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08 April 2010

Mehr als Fleisch und Blut? (Donnerstag, 08.04.2010)

Quelle: n-tv.de (n-tv- Link)

Donnerstag, 08. April 2010
Friede, Freude, tanzende Lichter
Nahtod-Erfahrungen geklärt?

Nahtod-Erfahrungen haben Wissenschaftlern zufolge vielleicht weniger mit psychologischen Gründen zu tun als schlicht mit einem hohen Kohlendioxidgehalt im Blut. Forscher der Universität Moribor in Slowenien untersuchten 52 Fälle von Herzinfarkten in drei großen Kliniken, wie sie in ihrer Studie in der Fachzeitschrift "Critical Care" erklären. Das durchschnittliche Alter der Patienten lag bei 53 Jahren, 42 von ihnen waren Männer - und elf Patienten hatten eine Nahtod-Erfahrung, bevor sie gerettet wurden.

Den Wissenschaftlern zufolge hatten diese elf Menschen nichts gemein, was ihr Alter, ihren Bildungsstand, ihren religiösen Glauben, ihre Angst vor dem Tod, die verabreichten Medikamente oder ihre Genesungszeit nach dem Infarkt betraf. Was die Ärzte aber bei allen elf Patienten feststellten, waren ein erhöhter CO2-Gehalt und ein leicht erhöhter Kaliumwert im Blut. Um daraus gültige Erkenntnisse abzuleiten, seien aber umfangreichere Untersuchungen mit mehr Patienten nötig, erklärten die Forscher um Zalika Klemenc-Ketis.

Eine Nahtod-Erfahrung ändere das Leben von Herzinfarktpatienten bisweilen von Grund auf, hoben die Wissenschaftler hervor. Deshalb sei es wichtig herauszufinden, wie dieser Zustand entstehe. Früheren Studien zufolge haben elf bis 23 Prozent von Infarktüberlebenden eine Nahtod-Erfahrung, die sich durch Gefühle von Frieden und Freude, göttliche Begegnungen oder tanzende Lichter ausdrücken kann.

AFP

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17 März 2010

Ist der Bundespräsident "out"? (Mittwoch, 17.03.2010)

Quelle: n-tv.de (n-tv- Link)

Mittwoch, 17. März 2010
"Lassen Sie Köhler aus der Politik"
Mehr Respekt vor dem Amt

Immer wieder fordern Politiker den Bundespräsidenten auf, Stellung zu aktuellen politischen Themen zu beziehen. Jetzt ruft die Kanzlerin zu mehr Respekt gegenüber dem Bundespräsidenten auf.

Nach der Aufforderung aus der SPD an Bundespräsident Horst Köhler, sich zu aktuellen politischen Fragen zu äußern, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehr Respekt für das Staatsoberhaupt gefordert. Die Opposition und insbesondere SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sollten dafür sorgen, "dass unserem Staatsoberhaupt, dem Bundespräsidenten, der notwendige Respekt entgegengebracht wird", sagte Merkel vor dem Bundestag.

Köhler wird vorgehalten, sich seit seiner Wiederwahl im Mai 2009 innenpolitisch kaum noch zu Wort zu melden. So verlangte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann von dem Präsidenten, sich etwa zu dem Günstlingsvorwurf gegen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) zu äußern.

Von solchen Forderungen distanzierte sich jedoch auch Steinmeier. Köhler könne nicht gebeten werden, "Regierungsaufgaben zu übernehmen oder schlichtend zu wirken", sagte Steinmeier im Bayerischen Rundfunk. "Das ist nicht seine Aufgabe." Auch Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) wandte sich bei der Generaldebatte im Bundestag klar gegen solche Forderungen: "Lassen Sie den Bundespräsidenten aus der Tagespolitik", sagte er. Es sei "schäbig", ihn für die Politik der Opposition einspannen zu wollen.

dpa

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23 Januar 2010

Terrorexperten (Samstag, 23.01.2010)

Quelle: news.at (News.at- Link)

Großbritannien hebt Terrorwarnstufe:
Gefahr für Anschläge ist derzeit "hoch"

Die britische Regierung hat die Terrorwarnstufe auf das zweithöchste Niveau angehoben. Ein terroristischer Anschlag werde damit als sehr wahrscheinlich eingestuft, erklärte Innenminister Alan Johnson. Es gebe aber keine Geheimdienstinformationen, dass ein Angriff unmittelbar bevorstehe.

Johnson äußerte sich nicht konkret dazu, warum die Warnung vor Terror-Gefahr von der seit Juli 2009 geltenden Stufe "erheblich" auf das Niveau "hoch" bzw. "ernst" angehoben wurde. Johnson verwies auf das zuständige Experten-Team, das die Absichten und Möglichkeiten internationaler Terrorgruppen bewerte. In Großbritannien werden in der kommenden Woche zahlreiche Politiker zu einer Afghanistan-Konferenz erwartet.

Neben dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sollen auch NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und US-Außenministerin Hillary Clinton an dem Treffen teilnehmen, bei dem nach britischen Angaben ein Zeitplan für die Übergabe von Verantwortung an afghanische Behörden erstellt werden könnte. Am Mittwoch soll bereits über das Engagement im Kampf gegen Al-Kaida bei einer Jemen-Konferenz beraten werden.

Die Regierung in Sanaa hat der islamistischen Gruppe unlängst den Krieg erklärt. Al-Kaida hatte sich dazu bekannt, hinter einem am 25. Dezember 2009 vereitelten Anschlag auf ein US-Verkehrsflugzeug zu stehen. Westliche Länder und das Nachbarland Saudi-Arabien befürchten, dass die Al-Kaida aus innenpolitischen Chaos im Jemen Kapital schlagen und das Land zu einem Ausbildungs- und Rekrutierungszentrum für Attentäter machen könnte.

(apa/red)

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14 Januar 2010

Auch Schüler zeigen Stress- Symptome (Donnerstag, 14.01.2010)

Quelle: n-tv.de (n-tv- Link)

Donnerstag, 14. Januar 2010
Klassische Symptome
Schüler leiden unter Stress

Jeder dritte Schüler leidet unter Stress- Symptomen. Kopf- und Rückenschmerzen, Einschlafprobleme und Gereiztheit plagen deutsche Kinder und Jugendliche am häufigsten. Das ergab eine Studie des Instituts für Psychologie und des Zentrums für angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) der Leuphana Universität Lüneburg. Besonders betroffen seien Mädchen. 40 Prozent von ihnen haben demnach mehrmals in der Woche körperliche oder psychische Beschwerden.

Für die Studie im Auftrag der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) wurden 4500 Schüler und Schülerinnen zwischen 10 und 21 Jahren in Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen befragt. "Die Gesundheit vieler Jungen und Mädchen leidet unter schulischen Belastungen", sagte DAK-Fachmann Cornelius Erbe. "Wird falsch auf diese Belastungen reagiert, können negative Gefühle und psychosomatische Beschwerden entstehen." Die Studie zeige, dass Schüler, die die Auseinandersetzung mit Problemen meiden, mehr als doppelt so häufig regelmäßig unter Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen leiden.

Besonders oft treten gesundheitliche Probleme bei einem schlechten Klassenklima auf. Zu erkennen sei auch ein Zusammenhang mit der Schulform, sagte die Pädagogin Silke Rupprecht von der Leuphana Universität. Gymnasiasten hätten viel seltener angegeben, unter Kopf- oder Rückenschmerzen zu leiden als andere Schüler. Auffallend sei auch, dass Schülerinnen vier Mal so oft wie ihre Mitschüler unter Kopfschmerzen litten. dpa

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13 Dezember 2009

Kaufkraft des Deutschen im Jahr 2010 (Sonntag, 13.12.2009)

Quelle: reuters.de (Reuters- Link)

Sonntag, 13.12.2009, 11:39 Uhr
Berlin (Reuters) - Die Krise kommt einem Medienbericht zufolge im Jahr 2010 in den Portemonnaies der Privathaushalte an.

Das verfügbare Einkommen werde um 42 Euro pro Einwohner sinken, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die neue GfK-Kaufkraft-Studie für Deutschland. Diesem nominalen Kaufkraftabfall stehe jedoch eine voraussichtliche niedrige Inflation entgegen.

Den Bewohnern Deutschlands wird dem Bericht zufolge im Jahr 2010 eine Kaufkraft von rund 1550,2 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Diese Kaufkraft misst das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Damit haben die Deutschen 7,5 Milliarden Euro weniger Kaufkraft zur Verfügung als im Jahr 2009. Umgerechnet auf alle rund 82 Millionen Einwohner entspreche das einem Rückgang von 42 Euro pro Person auf durchschnittlich 18.904 Euro pro Kopf und Jahr, die die Deutschen für Lebensunterhalt und Konsum ausgeben können.

Die drei Kreise mit der höchsten Kaufkraft in Deutschland seien wie im Jahr 2009 der Hochtaunuskreis mit 27.426 Euro, der Landkreis Starnberg mit 27.095 Euro und der Landkreis München mit 26.057 Euro pro Person. Unter den 25 Kreisen mit der geringsten Kaufkraft seien nach wie vor nur ostdeutsche Kreise vertreten. Einzige westdeutsche Ausnahme bildet der Stadtkreis Bremerhaven auf Rang 401, dessen Einwohner 15.053 Euro zur Verfügung hätten.

Ein anderes Bild ergebe sich, wenn man das Kaufkraftwachstum der Bundesländer vergleiche: Hier schlage der Osten Deutschlands den Westen klar. "Gegen den Krisentrend verzeichnet der Osten fast in Gänze eine positive Kaufkraftentwicklung", sagt Simone Baecker-Neuchl, die die Studie federführend begleitet hat. Von den 25 Landkreisen und kreisfreien Städten mit dem größten Kaufkraftzuwachs lägen 23 in den neuen Ländern. Die Verlierer fänden sich größtenteils in wohlhabenden Bundesländern wie Baden-Württemberg und vor allem Bayern.

"Die Länder mit starker Wirtschaft sind offenbar durch die hohe Exportabhängigkeit stärker von der Krise betroffen", erklärt Baecker-Neuchl. Bayern beispielsweise führe das Bundesländer-Ranking noch immer an, aber 14 seiner Kreise befänden sich auch unter jenen 25 Kreisen und kreisfreien Städten, die 2010 wohl am meisten Boden verlieren dürften.

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