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30 Juni 2009

Tierheime vor der Insolvenz (Dienstag, 30.06.2009)

Quelle: n-tv.de (n-tv- Link)

Dienstag, 30. Juni 2009
Auch Tiere leiden unter der Krise
Viele Tierheime am Ende

Hund im Tierheim
Die Tierheime leiden bundesweit unter der Wirtschaftskrise. Die Spenden seien eingebrochen, und immer mehr Menschen gäben Haustiere wegen ihrer finanziellen Lage ab, sagte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, in Berlin. Zudem seien Futterkosten gestiegen und Tierarztrechnungen teurer geworden. "Viele Tierheime sind am Ende."

Vier Einrichtungen, die von Tierschutzvereinen betrieben werden, stehen nach Angaben von Apel vor der Insolvenz. Betroffen seien Heime in Dresden (Sachsen), Bremervörde (Niedersachsen), Homburg (Saarland) und Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen).

Der Tierschützer forderte Unterstützung des Bundes und der Kommunen für die bundesweit 519 Tierheime. Mittelfristig würden 15 Millionen Euro gebraucht. Falls die Politik nicht handele, "müssen wir die Tiere, die wir für die Kommunen betreuen, in den Rathäusern abgeben", sagte Apel. Sollte die Mehrwertsteuer für Tierfutter angehoben werden, wäre das eine weitere schwere Belastung.

In den Tierheimen werden jährlich rund 300.000 Tiere betreut. Allein der Einsatz ehrenamtlicher Helfer erspare den öffentlichen Haushalten jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro für die Tierbetreuung, sagte Apel. "Die Tierheime übernehmen die staatliche Aufgabe, in Not geratene Tiere aufzunehmen."

Die staatlichen Zuschüsse seien aber nicht ausreichend. Das Berliner Tierheim bekomme beispielsweise bei jährlichen Kosten von rund sieben Millionen Euro aus öffentlichen Kassen knapp 440.000 Euro.

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06 Juni 2009

Blutige Demonstration in Peru (Samstag, 06.06.2009)

Quelle: n-tv.de (n-tv- Link)

Proteste gegen Regenwald-Ausbeutung
Dutzende Tote bei Demo in Peru

Bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Ureinwohnern sind in Peru mehr als 30 Menschen getötet worden. Auf Seiten der demonstrierenden Angehörigen von Amazonas-Stämmen starben nach deren Angaben 22 Menschen, die Polizei meldete elf getötete Beamte.

Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Die Proteste richten sich gegen die Politik der Regierung, mit gesetzlichen Anreizen immer mehr ausländische Energie- und Minenkonzerne in die Regenwälder des Landes zu locken, um die Bodenschätze auszubeuten.

Aus Hubschraubern geschossen

Aufgebrachte Demonstranten nahmen eine Gruppe von Polizisten nahe einer Ölförderanlage als Geiseln. Sie drohten damit, die Anlage in Brand zu setzen, wenn die Polizei ihr Vorgehen gegen die Protestierenden nicht beende. Ein Führer der indigenen Bevölkerung beschuldigte Präsident Alan Garcia des Völkermordes.

Nach Angaben der Protestierenden schoss die Polizei aus Hubschraubern auf die Demonstranten, um die Blockade eines Highways in einer entlegenen Dschungelregion zu beenden. Die Ureinwohner sind nach ihren Angaben nur mit den traditionellen Speeren bewaffnet.

Die Proteste tausender Ureinwohner halten seit April an. Sie verlangen mit den Blockaden und Demonstrationen eine größere Beteiligung an den Entscheidungen über die Ausbeutung der Naturschätze. In Peru herrschen enorme soziale Unterschiede zwischen einer wohlhabenden Schicht von Bewohnern vor allem der Hauptstadt Lima und den verarmten indigenen Landbewohnern.

(Quelle: rts)

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